Wohnen in Amsterdam – unser Airbnb Apartment

Erinnerungen an Amsterdam sind in unserem Gedächtnis fest mit dem Apartment von Wytske verknüpft. 2012 hatten wir das erste Mal eine Unterkunft über Airbnb gebucht und einen Glücksgriff gemacht. Wytskes Wohnung war hell, stilvoll eingerichtet und die Möbel zum Großteil Unikate. Wir spürten sofort, dass in diesem Apartment wirklich jemand wohnte (wenn Wytske nicht gerade bei ihrem Freund war). Jedes Mal, wenn wir über eine weitere Reise nach Amsterdam nachdachten, hatte Wytske Post von uns, aber es war nichts zu machen, das Inserat gibt es inzwischen nicht mehr und wir blieben immer etwas unentschlossen zurück.

Bis wir auf die Wohnung von Sonja stießen. Wir hatten uns vorgenommen, eine Unterkunft in der Nähe des Grachtengürtels zu nehmen, denn wir wollten Amsterdam überwiegend zu Fuß erkunden. Sonjas Inserat passte wie die Faust aufs Auge, denn ihr Airbnb liegt direkt an der Amstel in Sichtweite der bekannten Magere Brug im Dachgeschoss eines für Amsterdam typischen Mietshauses.  Weiterlesen

Durch Eis und Schnee zum Mývatn

Der Blick aus dem großen Panoramafenster unserer Hütte war verheißungsvoll: Direkt davor lag ein halber Meter Schnee und der Jeep unseres Hüttennachbarn hing weiterhin friedlich auf einem Stein im Tiefschnee fest. Weiter den Hang hinab lag die Ringstraße vor uns, über die hin und wieder mal ein Auto oder LKW fuhr. Ganz unten lag ruhig der Eyjafjörður-Fjord in der Wintersonne und am anderen Ufer ragten steil schneebedeckte Berge auf. Hätten wir uns vor unserer Reise den isländischen Winter ausmalen müssen, wäre uns wohl nichts klischeebeladeneres eingefallen.

Vor uns sollte, das wussten wir am Morgen noch nicht, der kälteste Tag unserer Reise liegen. Unsere nächste Unterkunft war nur 45 Autominuten entfernt, aber wir hatten uns vorgenommen, den Tag nicht im Auto oder einer warmen Hütte zu verbringen sondern uns den Winter aus nächster Nähe anzuschauen. Entsprechend dick packten wir uns ein, bevor wir aufbrachen. Weiterlesen

Wir nehmen uns eine Auszeit im Schneegestöber

Valtyr, unser Gastgeber, ließ uns wissen, dass der Schnee vom Vortag der erste des Jahres in Island gewesen war. Während im Süden und insbesondere in Reykjavík noch keine Schneeflocke in Sicht war, hatte es uns zur richtigen Zeit an den richtigen Ort verschlagen. Insgeheim hatten wir auf den Winter gehofft, ihn aber auch ein bisschen gefürchtet. Gehofft, weil wir uns Island im Winter noch einmal ganz anders als Island im Herbst vorgestellt hatten und wenn wir das Land schon im November bereisten, dann wollten wir diese Erfahrung natürlich mitnehmen. Gefürchtet, weil wir nicht wirklich abschätzen konnten, wie sich das Wetter auf Straßen, unser Vorankommen und unsere Reiseroute auswirken würde. Weiterlesen

Wintereinbruch in Siglufjörður

Siglufjörður hatte es auf unsere Reiseroute geschafft, weil wir zwischen Snæfellsnes und Mývatn einen Zwischenstopp brauchten. Gelesen hatten wir von der kleinen Stadt ganz im Norden Islands in einem Reiseblog. Von einer ganz besonderen Stimmung ist darin die Rede. Ob so eine Stimmung auf einen selbst übertragbar ist, weiß man ja vorher nie so genau. Die Fakten zu Siglufjörður lesen sich erstmal nüchtern: 1.200 Einwohner, 40 Kilometer nördlich vom Polarkreis gelegen und einst bekannt für die Heringsfischerei, zu der es ein Museum zu besichtigen gibt.

Als wir im Dunkeln in Siglufjörður ankommen, erwartet uns ein schmuckloser Ort mit vielen schlichten Wellblechhäusern. Auch unsere Unterkunft sieht von außen weniger einladend aus, als sie sich später von innen entpuppt. In Siglunes Guesthouse fallen wir in unsere Betten und ein Teil von uns macht fast die ganze Nacht kein Auge zu.

Der Wetterbericht ist Schuld daran. Wir warten auf den Winter, der in der Nacht über Siglufjörður hereinbrechen soll. Und tatsächlich: es beginnt zu schneien und es hört so schnell nicht wieder auf. Am nächsten Morgen hat sich eine dicke Schneedecke über den Ort gelegt. Ganz plötzlich waren wir im isländischen Winter angekommen und wir hätten uns keinen besseren Ort oder Zeitpunkt dafür vorstellen können. Weiterlesen

Zwischen Grachten und Giebelfassaden – 3 Tage Amsterdam

Das zweite Mal Amsterdam. Zum zweiten Mal schlendern wir stundenlang an den Grachten entlang ohne echtes Ziel, ohne lange Bucketlist von Dingen, die man unbedingt gesehen haben muss. Denn Amsterdam ist anders als andere Metropolen Europas. In London, Paris, Rom und anderswo gibt es die großen Fixpunkte, die Orte die jeder kennt und die auf jeder Postkarte erscheinen, Orte die alles überstrahlen und stellvertretend für eine ganze Stadt stehen. Amsterdam besteht aus vielen kleinen Puzzelstücken, die sich zu einem Gesamteindruck zusammenfügen, der sich nicht an einem bestimmten Ort festmachen lässt.

Wir lassen uns durch das enge Grachten- und Straßengewirr treiben – schauen mal auf die Straßenzüge mit ihren unnachahmlichen Häusern, die mal mehr mal weniger schief, schmal und steil emporragen, oder wenden den Blick dem Wasser zu, dass uns in der Innenstadt fast immer umgibt und wo sich ein Hausboot an das nächste reiht. Weiterlesen

Näher kommen wir dem Polarkreis nicht mehr – Siglunes Guesthouse

Siglunes Guesthouse wirkt von außen unscheinbar und fällt im Straßenbild von Siglufjörður, einem ehemaligen Hotspot der Heringsfischerei kaum auf. Drinnen erwartete uns ein mit Blick fürs Detail eingerichtetes Hotel. Kein Zimmer gleicht dem anderen, jedes hat anderes Mobiliar und an den Wänden wird zeitgenössische Kunst einer isländischen Künstlerin ausgestellt. Selbst wer dem Einrichtungsstil mit Retrocharakter nicht so viel abgewinnen kann – die Zimmer wirken durch die vielen Details sehr viel lebendiger als man es aus einem herkömmlichen Hotel gewohnt ist. Weiterlesen

Ein Tag auf der Ringstraße

Als wir in den Flieger nach Reykjavík stiegen, hatten wir eine lange Liste von Orten, die wir uns ansehen wollten, in unserem Notizbuch. Die einzelnen Etappen unserer Reise waren grob durch die gebuchten Übernachtungen abgesteckt. Was zwischen einer Unterkunft und der nächsten passieren sollte, stand noch nicht fest. Beim Planen der Route vor Ort stellte sich dann eine gewisse Routine ein: Wie wird das Wetter am nächsten Tag? Müssen wir mit Windböen, Sturm, Regen, Schnee oder anderen Unwägbarkeiten rechnen? Die Island-Wetter-App leistete gute Dienste. Sind alle Straßen, auf denen wir unterwegs sein wollen, passierbar? Auch dafür gibt es eine zuverlässige App, die uns anzeigte, mit welchen Straßenverhältnissen zu rechnen war. Und schließlich: Liegt ein Hotpot auf unserem Weg, den wir besuchen sollten? Hotpoticeland.com brachte Licht ins Dunkel.

Nach einer halben Woche Island stellten wir fest: unsere Hotpot-Premiere war inzwischen mehr als überfällig. Trotz unseres geplanten Tagespensums – von Grundarfjörður bis Siglufjörður lagen, Zwischenstopps eingerechnet, sieben Stunden Fahrzeit vor uns – wollten wir den Landbrotalaug nicht auslassen. Weiterlesen

Steile Küste, schwarzer Strand – Snæfellsnes

Ein und derselbe Ort können in Island ganz anders aussehen, wenn sich das Wetter ändert. Und das Wetter ändert sich oft. Bei unserer Ankunft auf Snæfellsnes sahen wir gerade so die Hand vor Augen. Am nächsten Morgen ist der Himmel klar und wir erkennen, dass nur ein paar Kilometer von uns entfernt der Snæfellsjökull-Gletscher, eines der Wahrzeichen Islands, aufragt. Weiterlesen

Über Nacht auf Snæfellsnes – Arnarstapi Cottages


Bei unserer Ankunft in Arnarstapi mussten wir trotz dicken Nebels nicht lange nach unserer Unterkunft suchen. Die einzige Straße des Ortes führte direkt an den Arnarstapi Cottages vorbei. Von unserer Hütte aus waren es nur wenige Meter zu Fuß bis zu einem Küstenwanderweg, der an der schwarzen Steilküste entlangführt. Am nächsten Morgen sahen wir bei klarer Sicht, dass der Snæfellsjökull-Gletscher ganz nah war. Weiterlesen