Kategorie: Über Nacht

Treiben lassen – im Hotpot und auf der Straße

Für uns gehören zu einem Roadtrip auch die Tage an denen wir uns einfach mal treiben lassen. Tage, die nicht von vorn bis hinten durch eine ewig lange Route oder unzählige Stops verplant sind. Nachdem wir am Vorabend das erste Mal Polarlichter gesehen hatten, erwartete uns genau so ein Tag. Vor dem Fenster grüßten dicke Wolken und es würde jeden Moment zu regnen beginnen. Für uns war das eine willkommene Abwechslung. An den vorangegangenen Tagen hatten wir uns an Minusgrade, Eis und Schnee gewöhnt und auch das ein oder andere Mal mit der klirrenden Kälte gekämpft. Im Südosten erschienen uns die 4°C zwar nicht frühlingshaft, aber das veränderte Klima und das zum Greifen nahe Meer brachten Veränderung. Weiterlesen

Eine Hütte im Nirgendwo – wir sehen unsere ersten Polarlichter

Nach einem langen Tag auf der Ringstraße kamen wir an unserer nächsten Hütte an. Die Sonne hatte sich schon lange verabschiedet und gegen 18:30 Uhr war es bereits stockdunkel.

In aller Seelenruhe parkten wir den Mietwagen ab und kümmerten uns um die Bezahlung der Hütte. Die ältere Dame, die uns in Empfang nahm, wollte uns noch etwas mitteilen, aber so ganz kam die Botschaft nicht an. Zurück am Mietwagen und im Begriff unsere Rucksäcke auszuladen, bemerkten wir es. Der Himmel leuchtete und das nicht nur ein bisschen. Nach über einer Woche Island bekamen wir zum ersten Mal Polarlichter zu Gesicht. Und nicht irgendwelche. Später sollten wir erfahren, dass es sich um die Sorte Polarlichter handelte, für die sich wegen ihrer Helligkeit und Intensität auch die Isländer begeistern können. In unserem E-Mail-Postfach fanden wir dazu sogar eine aufgeregte Nachricht von unserem Gastgeber – eine für Isländer eher untypische Geste. Weiterlesen

Es dampft & zischt – auf dem Rand des Vulkans

Wir sind inzwischen fast eine Woche auf Island. Das Grau der Geröllfelder und das Gelb der Wiesen ist dem Weiß von Eis und Schnee gewichen. Es ist der 6. November und der Winter hat die Insel fest im Griff. Auch den Mývatn. Schneebedeckte Krater umgeben uns und immer wieder sehen wir Dampf aufsteigen. Der Mývatn-See selbst friert selten zu – wegen der vielen heißen Quellen am und um den See. Auf unserer Bucket List hatten wir so viele interessante Orte am Mývatn, dass wir von vornherein zwei Tage eingeplant haben, um uns die Gegend anzusehen. Weiterlesen

Zu Gast bei Bjørk – unser Airbnb auf den Färöer

Ein Haus mit Meerblick. Was vielerorts mit einem Aufpreis verbunden ist, ist auf den Färöer, wo wir eine Herbstwoche verbrachten, fast obligatorisch. Denn egal wo man sich gerade auf den 18 Inseln befindet, fast immer ist der Atlantik in Sicht. Die Lage unseres Airbnb in Sandavágur war für uns dennoch etwas besonderes. Direkt vorm Fenster, keine zehn Meter entfernt, beginnt der Atlantik. Vom Wohn- und Esszimmer aus hatten wir durch die großen Fenster das Meer, Sandavágur, seine Kirche und den kleinen Strand immer im Blick.  Weiterlesen

Wohnen in Amsterdam – unser Airbnb Apartment

Erinnerungen an Amsterdam sind in unserem Gedächtnis fest mit dem Apartment von Wytske verknüpft. 2012 hatten wir das erste Mal eine Unterkunft über Airbnb gebucht und einen Glücksgriff gemacht. Wytskes Wohnung war hell, stilvoll eingerichtet und die Möbel zum Großteil Unikate. Wir spürten sofort, dass in diesem Apartment wirklich jemand wohnte (wenn Wytske nicht gerade bei ihrem Freund war). Jedes Mal, wenn wir über eine weitere Reise nach Amsterdam nachdachten, hatte Wytske Post von uns, aber es war nichts zu machen, das Inserat gibt es inzwischen nicht mehr und wir blieben immer etwas unentschlossen zurück.

Bis wir auf die Wohnung von Sonja stießen. Wir hatten uns vorgenommen, eine Unterkunft in der Nähe des Grachtengürtels zu nehmen, denn wir wollten Amsterdam überwiegend zu Fuß erkunden. Sonjas Inserat passte wie die Faust aufs Auge, denn ihr Airbnb liegt direkt an der Amstel in Sichtweite der bekannten Magere Brug im Dachgeschoss eines für Amsterdam typischen Mietshauses.  Weiterlesen

Wir nehmen uns eine Auszeit im Schneegestöber

Valtyr, unser Gastgeber, ließ uns wissen, dass der Schnee vom Vortag der erste des Jahres in Island gewesen war. Während im Süden und insbesondere in Reykjavík noch keine Schneeflocke in Sicht war, hatte es uns zur richtigen Zeit an den richtigen Ort verschlagen. Insgeheim hatten wir auf den Winter gehofft, ihn aber auch ein bisschen gefürchtet. Gehofft, weil wir uns Island im Winter noch einmal ganz anders als Island im Herbst vorgestellt hatten und wenn wir das Land schon im November bereisten, dann wollten wir diese Erfahrung natürlich mitnehmen. Gefürchtet, weil wir nicht wirklich abschätzen konnten, wie sich das Wetter auf Straßen, unser Vorankommen und unsere Reiseroute auswirken würde. Weiterlesen

Näher kommen wir dem Polarkreis nicht mehr – Siglunes Guesthouse

Siglunes Guesthouse wirkt von außen unscheinbar und fällt im Straßenbild von Siglufjörður, einem ehemaligen Hotspot der Heringsfischerei kaum auf. Drinnen erwartete uns ein mit Blick fürs Detail eingerichtetes Hotel. Kein Zimmer gleicht dem anderen, jedes hat anderes Mobiliar und an den Wänden wird zeitgenössische Kunst einer isländischen Künstlerin ausgestellt. Selbst wer dem Einrichtungsstil mit Retrocharakter nicht so viel abgewinnen kann – die Zimmer wirken durch die vielen Details sehr viel lebendiger als man es aus einem herkömmlichen Hotel gewohnt ist. Weiterlesen

Über Nacht auf Snæfellsnes – Arnarstapi Cottages


Bei unserer Ankunft in Arnarstapi mussten wir trotz dicken Nebels nicht lange nach unserer Unterkunft suchen. Die einzige Straße des Ortes führte direkt an den Arnarstapi Cottages vorbei. Von unserer Hütte aus waren es nur wenige Meter zu Fuß bis zu einem Küstenwanderweg, der an der schwarzen Steilküste entlangführt. Am nächsten Morgen sahen wir bei klarer Sicht, dass der Snæfellsjökull-Gletscher ganz nah war. Weiterlesen

Wir übernachten im Gewächshaus

Inmitten eines alten Gewächshauses fanden wir unsere erste Unterkunft, die auch die außergewöhnlichste unserer Reise war. Eine Ferienwohnung für zwei Personen. Bei unserer Ankunft wurden wir von Júlí und ihrem Hund begrüßt. Sie führte uns durch das Gewächshaus und erzählte, dass es heute ausschließlich von Urlaubern und für Feste genutzt wird.  Weiterlesen