Eine Hütte im Nirgendwo – wir sehen unsere ersten Polarlichter

Nach einem langen Tag auf der Ringstraße kamen wir an unserer nächsten Hütte an. Die Sonne hatte sich schon lange verabschiedet und gegen 18:30 Uhr war es bereits stockdunkel.

In aller Seelenruhe parkten wir den Mietwagen ab und kümmerten uns um die Bezahlung der Hütte. Die ältere Dame, die uns in Empfang nahm, wollte uns noch etwas mitteilen, aber so ganz kam die Botschaft nicht an. Zurück am Mietwagen und im Begriff unsere Rucksäcke auszuladen, bemerkten wir es. Der Himmel leuchtete und das nicht nur ein bisschen. Nach über einer Woche Island bekamen wir zum ersten Mal Polarlichter zu Gesicht. Und nicht irgendwelche. Später sollten wir erfahren, dass es sich um die Sorte Polarlichter handelte, für die sich wegen ihrer Helligkeit und Intensität auch die Isländer begeistern können. In unserem E-Mail-Postfach fanden wir dazu sogar eine aufgeregte Nachricht von unserem Gastgeber – eine für Isländer eher untypische Geste.

Für ein paar Minuten vergaßen wir alles um uns herum und starrten auf den leuchtenden, weiten Himmel, der in helles grünes Licht getaucht war. Das Naturschauspiel auf einem Foto festhalten zu wollen, gaben wir schnell auf und konzentrierten uns lieber darauf, keinen Augenblick zu verpassen. Innerlich hatten wir schon ein bisschen gehadert. Die Polarlicht-App (iOSAndroid) hatte uns an den Vortagen immer wenig Hoffnung gemacht – mal war es zu bewölkt, mal der Sonnenwind zu schwach. Die Wahrscheinlichkeit das Leuchten am Himmel zu sehen, war in den vorangegangenen Nächten immer nahe null gewesen. Dennoch stellten wir uns in einer Nacht sogar den Wecker, um von Zeit zu Zeit nachzuschauen, ob da nicht doch etwas wäre.

Nun schauten wir zur Sicherheit nochmal in unsere App und sahen die Bestätigung: 100%. Und es sollte in den kommenden Stunden so weitergehen. An diesem Abend gab es keine zwei Meinungen darüber, wie wir die Zeit bis zum Schlafengehen verbringen würden.

Unsere Hütte in Starmýri

Unsere Unterkunft hatte damit natürlich erstmal einen großen Pluspunkt (obwohl man zugeben muss, dass Polarlichter an vielen Orten Islands an diesem Abend gut zu sehen waren). Die Abfahrt zu den von einem privaten Vermieter angebotenen Hütten liegt zwar direkt an der Ringstraße, aber eben auch irgendwie im Nirgendwo zwischen Djúpivogur und Höfn, sodass wir im Dunkeln schon genau Ausschau halten mussten.

Jede der Hütten hat eine Terrasse und im Vergleich zu unseren weiteren Unterkünften fanden wir hier etwas mehr Wohnfläche vor. Bei unserem Besuch waren wir die einzigen Gäste und wir spürten, dass dieser Zipfel Islands touristisch nicht so erschlossen ist wie anderswo.

Durch die für Island typischen großen Fenster konnten wir die Polarlichter in aller Ruhe betrachten ohne kalte Füße zu bekommen.

Wo etwa 35 km von Djúpivogur entfernt direkt an der Ringstraße
Was Drei neuwertige helle Hütten für bis zu sechs Personen, zwei Einzelbetten und ein Schlafsofa befinden sich im Erdgeschoss, zwei weitere Einzelbetten unterm Dach erreicht man über eine steile Treppe.
Wer Der Vermieter wohnt direkt auf dem Grundstück und die Schlüsselübergabe und Bezahlung mit Kreditkarte waren problemlos vor Ort möglich.

alle Details bei booking.com

Die Basics zu unserer Islandreise – Route, Mietwagen, Ausrüstung, Anreise und Wissenswertes über Island haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

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