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Eine kleine Auszeit in Kopenhagen

Kopenhagen ist entspannt, Kopenhagen liegt am Meer, Kopenhagen ist grün. Und es vereint minimalistisches dänisches Design und jahrhundertealte Geschichte. Wir wussten schon vor unserer ersten Reise 2014, dass es gut werden würde mit uns und der dänischen Hauptstadt. So gut, dass wir schon 2015 während unseres Ostseeurlaubs für einen Tagesausflug wiederkamen. Und so gut, dass wir dieses Jahr nicht lange überlegen mussten als es um ein passendes Ziel für einen Städtetrip im Frühjahr ging. Inzwischen fehlt uns noch Kopenhagen in der Weihnachtszeit. Aber das kommt bestimmt.


In Kopenhagen gibt es unzählige Möglichkeiten zu frühstücken. An jeder Straßenecke warten Cafés auf Besucher, die weitaus interessanter und abwechslungsreicher sind, als wir es von zu Hause kennen. Hinzu kommen die vielen Bäckereien, die neben Brot und Brötchen unzählige, meist süße Teilchen anbieten. Unseren ersten Morgen begannen wir mit süßen Teilchen aus der Meyers Bageri. Während wir in unserer Küche Kanelsnegle, Spandauer und Scones aßen, vergaßen wir die Zeit und waren bereits vollkommen angekommen. Weiterlesen

Abseits der Fjordidylle – das raue Saudafjell

Warum haben wir uns eigentlich dafür entschieden, mit einem Camper durch Norwegen zu fahren? Was den Camper angeht – das war eher eine Impulshandlung. Im Mai hatten wir immer noch kein konkretes Reiseziel ins Auge gefasst und die Unterkünfte, die uns besoders interessierten, waren da natürlich schon ausgebucht. Nehmen was übrig ist und den Urlaub mit Fliesencouchtisch und Sofalandschaft verbringen, war keine echte Option. Ein Camper war eine schnelle Lösung und versprach Flexibilität. Lange überlegten wir nicht, dann stand fest, dass es unsere erste Reise mit Wohnmobil wird.

Was Norwegen angeht – da waren wir uns lange unsicher. Wir versprachen uns von Nowegen eigentlich nicht das, worauf man immer mit der Nase gestoßen wird – Fjordidylle. Aus den Reiseberichten, die wir lasen und den Erzählungen von Bekannten hörten wir heraus, das Norwegen so viel mehr war: abwechslungsreich, natürlich, ruhig. Einzigartig, aber schwer zu beschreiben. Das war es, was uns nach Norwegen zog. Unser Camper sollte uns an Orte etwas abseits des großen Trubels bringen, die dieses einzigartige Norwegengefühl versprühten.

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Und plötzlich standen wir am Meer.

Wenn wir unseren Urlaub planen, zieht es uns eigentlich immer ans Meer. Die Weite des Meeres über die wir unseren Blick schweifen lassen können und die gleichförmigen Bewegungen der Wellen sind so eine Art Quell der Entspannung für uns.

Dennoch hatten wir uns dafür entschieden einen Teil von Norwegen zu erkunden, wo das offene Meer nicht unbedingt zu erwarten war. Natürlich hatte es uns auch das nördliche Norwegen und ganz besonders die Lofoten angetan, aber innerhalb von zwei Wochen das ganze Land zu erkunden, erschien uns als aussichtslos. Deshalb pickten wir uns zunächst Ziele im südlichen und mittleren Norwegen heraus und wollten vor Ort herausfinden, wie weit wir nach Norden kommen würden.

Mit langen Sandstränden rechneten wir erstmal nicht. Doch auf unserem Weg vom norwegischen Südkap ins Fjordland konnten wir einen Abstecher nach Jæren machen, einem Küstenlandstrich im Südwesten nahe Stavanger.

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Roadtrip in den hohen Norden.
Von Schweden an den südlichsten Punkt Norwegens

Norwegen fühlt sich anders an als Schweden. Das war zumindest unser erster Eindruck. Von der einsamen Wildnis zwischen Vänern und Vättern in den dicht besiedelten Süden Norwegens zu kommen, ist ein mittlerer Kulturschock. Dazwischen lagen für uns zehn Stunden Fahrt. Wir wollten Schweden erstmal komplett hinter uns lassen, um uns auf den nächsten Abschnitt unserer Reise einlassen zu können. Das hieß für uns: eine lange Fahrt mit dem Wohnmobil, um noch am selben Tag am südlichsten Punkt Norwegens anzukommen, dem Kap Lindesnes.  Weiterlesen

Schweden für zu Hause.
Vegane Zimtschnecken.

In einer Woche mit dem Wohnmobil durch Schweden bekam ich gerade mal eine Zimtschnecke zu essen. Die Sehnsucht nach diesem warmen Zimtgebäck wuchs nach unserer Reise ins Unermessliche. Und während wir uns durch die unzähligen Fotos klickten und unsere Reise in Worte fassten, sollten uns noch ofenwarme Zimtteilchen an die unbeschwerten Tage in Schweden erinnern. Ich wählte eine vegane Alternative. Die Füllung aus Datteln und Zimt kommt ohne jeglichen industriellen Zucker aus. Ebenso der Teig. Wer auf seinen Zimtschnecken ein Frosting mag, muss in diesem Fall auf Puderzucker zurückgreifen. Am besten schmecken sie frisch aus dem Ofen. Wer sich einen kleinen Vorrat einfrieren mag, sollte das Frosting aus Wasser und Puderzucker weglassen.  Weiterlesen

Durchorganisierte Geborgenheit

Verrat an sich selbst. Unsere eigenen Prinzipien werfen wir einfach so über Bord. Unsere Freiheit zu übernachten wo wir wollen, geben wir auf und tauschen sie gegen die durchorganisierte Geborgenheit eines Campingplatzes ein.

Wir haben Bohuslän hinter uns gelassen. Seit einigen Stunden sind wir unterwegs Richtung Osten und die Landschaft, die draußen an uns vorbeizieht, hat sich verändert. Ein gefühlt unendlicher Wald hat die Schären abgelöst, an die wir uns in den letzten Tagen gewöhnt hatten. Die Straßen sind schmale Schneisen, die mit der Zeit nur noch als Verbindung zwischen einer Häuseransammlung und der nächsten dienen. Dazwischen: Wald und Seen.

Wir sind zwischen den beiden großen Seen Vänern und Vättern und steuern den Unden an. Ein für hiesige Verhältnisse riesiger See nördlich, des noch um ein Vielfaches größeren Vättern. Unsere Essensvorräte noch an der dichter besiedelten Westküste aufzufüllen, wäre ein sinnvoller Schachzug gewesen. Eigentlich am Ziel angekommen, stellen wir fest, dass der Kühlschrank leer ist und es um uns herum nichts gibt außer Wald und Seen. Wir müssen uns entscheiden: in den Survival-Modus umschalten und sich in den nächsten Tagen von dem ernähren, was der Wald so hergibt oder weiterfahren. Die erhitzten Gemüter konnte ich nur mit einem Tritt aufs Gaspedal beruhigen. 30 Minuten später erreichten wir Laxå, den nächstgrößeren Ort. Den anschließenden Einkauf zelebrieren wir dann dementsprechend. In unserem Einkaufswagen landet ein Querschnitt der schwedischen Supermarktvielvalt. Danach sind wir bereit für ein paar Übernachtungen auf dem Campingplatz. Auf in die Parzelle!  Weiterlesen

Um uns Ruhe, vor uns das Meer.

Ein Wohnmobil macht flexibel, aber auch wählerisch. Am Ende jedes Tages steht man vor der Entscheidung: hier bleiben und an Ort und Stelle einen Platz für die Übernachtung suchen oder noch ein Stückchen (und vielleicht noch ein Stückchen) weiterfahren und nach einem noch besseren Platz Ausschau halten. Oder vielleicht sogar einen der Orte anfahren, die man in mühsamer Recherche vorab zusammengesucht hat.  Weiterlesen