Über die Freiheit zu halten, wo immer es uns gefällt

Ganz am Ende einer langen, schmalen Straße liegt Slävik, eine kleine Ansammlung von Häusern direkt an einem der unzähligen Fjorde Bohusläns. Wir sind nur aus einem Grund hier: wir suchen einen ruhigen Platz zum Übernachten direkt am Wasser. 

Mehr als 10 Kilometer sind wir einer kleinen, scheinbar nie enden wollenden Nebenstraße gefolgt, die schließlich unvermittelt ins Meer mündet: ein kleiner Bootshafen, ein Wendeplatz, eine handvoll Häuser in Sichtweite. Eine Sackgasse. Hier wollen wir bleiben.

Die Freiheit zu halten, wo immer es uns gefiel, war uns wichtig. Übernachtungen auf Zeltplätzen hatten wir zwar eingeplant, aber wann immer es ging, hielten wir spontan oder an einem der Orte, die wir zuvor aufgestöbert hatten.

Der Plan war, so selten wie möglich auf parzellierten Zeltplätzen abzuparken. Unsere Wohnmobilerfahrungen vor dieser Reise waren gleich null, unsere Erfahrungen mit Campingplätzen eher durchwachsen. In uns schlummerte nicht dieser Drang, mit Campingmöbeln, Sonnenschirmen und Zäunen unser Gebiet abzustecken. Auf einem inoffiziellen Stellpatz sollte man so etwas besser bleiben lassen, aber das war für uns kein Problem. In den drei Wochen, die wir unterwegs waren, konnten wir auf das Ausfahren der obligatorischen Markise an unserem Wohnmobil sehr gut verzichten.

Den Stellplatz in Slävik hatten wir in einem Reisebericht gefunden und er entsprach unserem Ideal von einer Übernachtungsmöglichkeit mit Wohnmobil – einsam gelegen und mit Meerblick. Um nach Slävik zu kommen, haben wir einen Umweg auf uns genommen. Wir suchten Ruhe und fanden sie. Ganz besonders in Slävik. Jeder einzelne Meter Umweg hatte sich gelohnt. Wir blieben für eine Nacht und sollten in dieser Zeit gerade mal einen Menschen sehen. Sonst war da nichts. Nur der Fjord und eine Fähre, die ab und zu zwischen den Inseln kreuzte.

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